Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (KJP)

Ausbildung mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie an DVT-Mitgliedsinstituten

Seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) 1999 gibt es zwei neue psychotherapeutische Heilberufe in Deutschland: „Psychologische Psychotherapeut/in“ (PP) sowie „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in“ (KJP). Hochschulabsolventen mit einem Diplom in Psychologie oder Pädagogik in der Tasche, die später psychotherapeutisch mit Kinder- und Jugendlichen arbeiten möchten, können Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut werden. Dazu durchlaufen sie eine drei- oder fünfjährige Ausbildung, legen eine staatliche Prüfung ab und erwerben eine Approbation zur Ausübung der heilkundlichen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (Patienten unter 21 Jahren).

Danach steht der Weg für verschiedene attraktive Tätigkeitsfelder offen, sowohl im Angestellten-Bereich wie auch in freiberuflicher Tätigkeit. Dies schließt auch die Behandlung von gesetzlich krankenversicherten Kindern und Jugendlichen ein, mit Zulassung durch eine Kassenärztliche Vereinigung im Rahmen freier oder frei werdender Sitze für Kassenpsychotherapeuten.

Das PsychThG regelt, dass die Ausbildung an staatlich anerkannten Ausbildungsstätten für Psychotherapie zu erfolgen hat. In der dem Gesetz nachgeordneten „Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten“ (KJPsychTh-APrV) hat der Gesetzgeber die Mindestanforderungen an die Ausbildung sowie Näheres zu staatlichen Abschlussprüfung festgelegt.

Die KJP-Institute im DVT bieten diese Ausbildung mit dem methodischen Schwerpunkt „Verhaltenstherapie“ an, nahezu flächendeckend in Deutschland.

Die im DVT zusammenarbeitenden KJP-Institute verweisen besonders auf die Praxisnähe ihrer Ausbildungen. Durch die Zusammensetzung ihres Dozenten- und Supervisorenkreises aus sowohl wissenschaftlich besonders qualifizierten wie auch praktisch langjährig erfahrenen Kollegen aus dem Bereich der Kinder- und Jugendlichenverhaltenstherapie wird das gesamte Tätigkeitsspektrum der künftigen KJPs anschaulich abgedeckt. Die Institute bemühen sich in besonderem Maße um eine individuelle Betreuung ihrer Teilnehmer, die gesamte Ausbildung findet durchgängig in kleinen Gruppen mit vielen praktischen Übungen und in interaktivem Lernen statt. Auch eine optimale Vorbereitung auf die staatliche Prüfung ist hierdurch gewährleistet. In den meisten Instituten sind familientherapeutische Ansätze in die Verhaltenstherapie-Ausbildung integriert.

Seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes 1999 nimmt das Interesse am KJP-Beruf unter den Absolventen in den oben genannten Studiengängen erfreulicherweise kontinuierlich zu. Die Berufsaussichten für KJPs scheinen sehr gut zu sein, schon jetzt finden die meisten KJP-Ausbildungsteilnehmer noch vor Abschluss ihrer Ausbildung attraktive Anstellungen. Die Versorgungslage für psychotherapiebedürftige Kinder und Jugendliche in Deutschland ist nach wie vor völlig unzureichend, selbst in beliebten und als überversorgt geltenden Psychotherapie-Standorten (Großstädte, Universitätsstädte) herrscht ein Mangel. Es ist bereits jetzt absehbar, dass die Absolventen unserer Institute keinen wesentlichen Beitrag zum Abbau dieses Mangels leisten werden, es wird auch in den nächsten Jahren noch viel zu wenige KJPs geben.

Eine Entscheidung für den Beruf KJP ist zu empfehlen für Pädagogen, die therapeutisch tätig werden wollen, für Psychologen, die nach dem Studium sicher wissen, dass sich psychotherapeutisch mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Familien arbeiten möchten.

Bitte informieren Sie sich direkt bei unseren Ausbildungsinstituten, vor allem über die Inhalte und besondere Schwerpunkte der angebotenen Ausbildungen, über Kursbeginn, Auswahlverfahren und Kosten und über die Möglichkeit zum Kennenlernen des Instituts und der verantwortlichen Ausbilder.

Über Ihr weiteres Interesse an diesem Beruf und an unseren Angeboten würden wir uns sehr freuen!