Cognitive Processing Therapy

Dr. Julia König

Die Cognitive Processing Therapy (CPT) ist eine der am besten empirisch untersuchten und in ihrer Wirksamkeit belegten kognitiv-behavioralen Behandlungen für PTBS. Durch die Verwendung bewährter KVT-Methoden ist sie leicht zu erlernen und das manualisierte Vorgehen gibt Sicherheit und erlaubt gleichzeitig die nötige Flexibilität. Eine Besonderheit der CPT ist die Annahme, dass verschiedene kognitive Mechanismen bei der Verarbeitung von traumatischen Ereignissen wirksam werden können, Assimilation und (Über-) Akkommodation, die zumeist gleichzeitig vorliegen, aber unterschiedlich behandelt werden sollten. Die Traumaexposition und ein großer Teil der kognitiven Arbeit erfolgen schriftlich. Dabei liegt der Fokus auf der kognitiven Arbeit an dysfunktionalen Gedanken (sogenannten stuck points); die Expositionskomponente ist vergleichsweise kurz und kann nach neueren Ergebnissen auch weggelassen werden (Resick et al., 2008). Am Ende der Behandlung wird den Themenbereichen Sicherheit, Vertrauen, Macht und Kontrolle, Wertschätzung, und Intimität und Selbstfürsorge je eine Sitzung gewidmet, um stuck points in diesen Bereichen aufzuspüren und zu bearbeiten.

In diesem Workshop wird zunächst ein Überblick über den kompletten Ablauf der CPT gegeben, um dann auf wichtige Bausteine vertieft einzugehen wie die Psychoedukation, die Theorie und Ausgestaltung der kognitiven Arbeit, und die Exposition. Manualisiertes Arbeiten hat Vor- und Nachteile, kann als stressreduzierend oder stressinduzierend wahrgenommen werden. Das Thema „Flexibilität und individuelle Anpassung im Rahmen der manualisierten Arbeit“ zieht sich daher durch den Tag.