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Claudia Stromberg & Kristin Zickenheiner

Claudia Stromberg ist Psychologische Psychotherapeutin und Dozentin und Supervisorin für Verhaltenstherapie und Schematherapie. Sie ist Instituts- und Ambulanzleiterin der GAP, Frankfurt, Co-Trainingsdirektorin des Instituts für Schematherapie Frankfurt (IST-F) und Vorstandsmitglied des DVT.

Kristin Zickenheiner ist Psychologische Psychotherapeutin und Dozentin und Supervisorin für Verhaltenstherapie und Schematherapie, niedergelassen in eigener Praxis in Frankfurt. Sie war Post-Graduierten Stipendiatin (Psychotherapie und Forschung) der Christoph-Dornier-Stiftung, Marburg. Co-Trainingsdirektorin des Instituts für Schematherapie Frankfurt (IST-F) bis 2019 und Vorstandsmitglied der International Society of Schema Therapy (ISST) 2014-2016. 

Emotionsregulation: Integration schematherapeutischer Module in verhaltenstherapeutische Behandlungsansätze

Vortrag – Claudia Stromberg

Prozessorientierte  CBT (Hayes und Hoffman, 2018) und transdiagnostische Perspektiven sind neueste Entwicklungen in der Verhaltenstherapie und ihr Potenzial, die traditionellen,  störungsspezifischen VT-Modelle zu ersetzen, wird intensiv diskutiert. Emotionsregulation ist einer der von Hayes und Hoffmann beschriebenen basalen Prozesse, deren Dysbalance psychischen Störungen zugrunde liegt. Im Spannungsfeld zwischen transdiagnostisch und störungsspezifisch bezieht unser Ansatz eine klare „sowohl-als–auch“ Position, die sich an Harvey, Watkins, Mansell und Shafran (2009) und Ehring (2019) anlehnt.    
Störungsspezifische Behandlung wirkt, empirisch belegt, bei bestimmten Patientengruppen sehr gut, bei ihnen  besteht kein großer Veränderungsdruck („If it‘s not broken, don’t fix it“). Ganz anders sieht es aus bei der großen Gruppe von Non-Respondern, sie profitieren nicht ausreichend von störungsspezifischer Behandlung.
In diesem Vortrag wird ein Ansatz vorgestellt, der die Ausprägung der Fertigkeit, Emotionen im Sinne eines Gesunden-Erwachsenen-Modus zu regulieren, als entscheidenden Moderator sieht. Der Abbau struktureller Defizite in der Emotionsregulation bietet auch den bisherigen Non-Respondern größere Chancen, von den störungsspezifischen Interventionen zu profitieren.
Um die Verzahnung zu erreichen, werden  schematherapeutische Modusmodelle systematisch in die aktuellen VT-Störungsmodelle integriert und der zusätzliche transdiagnostische Prozess beschrieben.

Emotionsregulation: Integration schematherapeutischer Module in verhaltenstherapeutische Behandlungsansätze

Workshop – Claudia Stromberg & Kristin Zickenheiner

Was unterscheidet die Responder auf störungsspezifische Verhaltenstherapie von den Non-Respondern? Wir sind überzeugt, dass der wesentliche Unterschied in der Fertigkeit liegt, Emotionen im Sinne eines stabilen Gesunden Erwachsenenmodus  zu regulieren. Der damit einhergehende Abbau struktureller Defizite in der Emotionsregulation bietet auch den bisherigen Non-Respondern größere Chancen, von den störungsspezifischen Interventionen zu profitieren.
Um diese Verzahnung zu erreichen, integrieren wir für ausgesuchte Störungsbilder schematherapeutische Modusmodelle in die aktuellen VT-Störungsmodelle und beschreiben den zusätzlichen transdiagnostischen Behandlungsansatz, der die Basis für das dauerhafte Gelingen der Remission von Panikstörung, sozialer Phobie und co bei Patienten mit niedriger Ausprägung im Gesunden Erwachsenenmodus  ist. Diese Perspektive unterscheidet sich von anderen, z.B. in ACT, DBT oder kognitiven Ansätzen beschriebenen Techniken der Emotionsregulation durch die spezifisch schematherapeutische Versorgung des emotionalen Anteils.  
In dem Workshop werden die störungsbildbezogenen Annahmen skizziert und in die Ansätze der modernen Verhaltenstherapie eingeordnet, das konkrete therapeutische Vorgehen durch Videos und Live-Rollenspiele praxisnah vermittelt und in Kleingruppen eingeübt.

Claudia Stromberg
Kristin Zickenheiner